Der Begriff Logistik ist schwer zu greifen. Er umfasst alle Prozesse rund um die Beschaffung von Materialen und den Versand von Waren. Aber auch die internen Abläufe, bei denen Waren manipuliert werden, fallen in die Logistik. Besondere Anforderungen gibt es bei der Lagerlogistik. Hier müssen die Waren nicht nur bewegt, sondern auch systematisch ein- und ausgelagert werden. Lagerplatzverwaltung, Umschlagshäufigkeit und die Kapazitäten sind Begriffe, mit denen man sich hier auseinandersetzen muss. Zur Optimierung der Prozesse kann in der Lagerlogistik mit Boxen gearbeitet werden. Die Boxen können dabei in ganz unterschiedlichen Teilen des Prozesses eingesetzt werden.

Lagerhaltung

Betreibt man ein Lager, dann ist es wichtig, sich ständig mit der Optimierung zu beschäftigen. Nicht nur die Prozesse müssen dabei betrachtet werden. Das Lager muss ständig neu organisiert werden. Ziel muss es sein, die Wege bei der Kommissionierung kurz und effizient zu halten. Also müssen die Waren mit hoher Umschlagshäufigkeit leicht erreichbar sein. Waren, die seltener gebraucht werden, werden an Ort gebracht, die etwas abseits liegen. So kann man die Mitarbeiter bei der Zusammenstellung der Bestellungen effizient durch das Lager leiten.

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Viele Waren sind schwer zu stapeln. Kunststoffboxen können die Logistik erleichern

Bestellungen

Betreibt man beispielsweise ein Filialnetz, das von einem Zentrallager aus beliefert wird, dann bedeutet das, dass es jeden Tag eine Bestellung aus jeder Filiale gibt. Die Waren, die vor Ort gebraucht werden, müssen dann in die Filiale transportiert werden. Je nachdem, mit welchen Waren man handelt, gibt es ganz unterschiedliche Verpackungen. Beliefert man beispielsweise Filialen mit Schuhen, dann sind die Schuhe im Zentrallager in Kartons gelagert. Beschickt man ein Netz aus Buchhandlungen, oder Lebensmittelgeschäfte, dann muss man mit unverpackter Ware umgehen können.

Normierung

Eine Sache, die man bei der Logistik lernen kann, ist die Standardisierung. Paletten sind für den Transport ideal geeignet. Die Größe einer Europalette ist mit 80×120 Zentimetern so gewählt, dass sie perfekt in einen LKW passen. Auf 2,40 Metern Breite der Ladefläche können entweder zwei Paletten quer nebeneinander gestellt werden, oder drei Paletten längs. Wechselaufbauten und Sattelauflieger sind auf dieses Maß optimiert. Im Schiffsverkehr werden 40-Fuß-Container eingesetzt und auch in der Luftfracht gibt es spezielle Luftfrachtcontainer.

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Die Standardisierung der Seefracht hat dazu geführt, dass ein Schiff in wenigen Stunden entladen und wieder beladen werden kann. Frühar hat es Tage gedauert, bis das Schiff wieder ablegen konnte

Interne Warenströme

Die internen Warenströme sollten also auch normiert werden. Das bedeutet, dass man für die Waren eine Überverpackung benötigt. Ist die Bestellmenge je Filiale ausreichend groß, können Paletten zum Einsatz kommen. Damit enstehen aber vergleichsweise hohe Aufwände. Der Platzbedarf der Paletten ist hoch. Die können nur mit Flurfördergeräten bewegt werden und sie müssen gewickelt, oder geschrumpft werden. Das bedeutet Aufwand im Lager und in der Filiale. Außerdem fällt viel Verpackungsmüll an.

Filialbelieferung

Für die Filialbelieferung haben sich Corletten bewährt. Der Vorteil der hohen Gitterboxen ist, dass sie leicht und ohne Hilfsmittel bewegt werden können. Sie können in einem Kreislauf zwischen den Filialen und dem Lager täglich ausgetauscht werden und auch ohne Lagereinrichtung für Retourware und Leergebinde verwendet werden. Sie sind klein und auch für geringe Mengen bestens geeignet, ohne Laderaum zu verschwenden. Allerdings muss die Ware in den Corletten ordentlich gestapelt werden.

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Boxen können wirklich für jede Art von Ware verwendet werden

Lagerlogistik mit Boxen

Hier können Logistikboxen zum Einsatz kommen. Die Kunststoffboxen haben viele Vorteile und sind für eine Filialbelieferung ideal. Einerseits können sie platzsparend gelagert werden. Verwendet man Faltboxen für Lager und Filiale, dann können diese auf einen Bruchteil ihrer Größe zusammengeklappt und gestapelt werden. Auch im aufgeklappten Zustand sind solche Boxen stabil stapelbar. Aber der Platzbedarf und die Stapelfähigkeit sind nicht die einzigen Vorteile.

Kommissionierung

Die Kommissionierung in eine Kunststoffbox ist direkt möglich. Das Personal kann die Boxen mit einem Kommissionierwagen durch das Lager schieben und befüllen. Anschließend wird die volle Box in die Corlette für die richtige Filiale gestellt. Auch in der Filiale kann direkt aus der Box gearbeitet werden. Die Filialmitarbeiter gehen mit der Box in die Filiale und befüllen die Regale direkt aus der Box. Danach wird die Box zusammengeklappt und platzsparend für den Rückversand ins Lager verstaut.

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Setzt man auf Standardgrößen lässt sich auch eine Förderanlage sehr kostengünstig einsetzen

Lebensmittel

Bei Gemüse, Obst, oder Gebäck kann die Faltbox auch direkt für den Verkauf genützt werden. Sie wird auf Tischen bereitgestellt und für die Präsentation der Waren genützt. Da die Boxen stapelbar sind, können so mehrere Boxen übereinander präsentiert werden. Ist eine Box leer, wird sie mit wenigen Handgriffen zusammengefalten und im Lager, oder unter dem Tisch verstaut. Je nach Ware kann dasselbe System aber auch für Non-Food-Artikel eingesetzt werden.

Transportsicherheit

Einer der größten Vorteile solcher Boxen ist die Transportsicherheit. Sie sind sehr stabil uns halten der Belastung auch bei hohen Stapeln stand. Die Ware in den Boxen ist gut geschützt und kommt in einem perfekten Zustand in die Filiale. Beliefert man auch Kunden mit dem eigenen Fuhrpark, dann kann eine Kunststoffbox auch hierfür zum Einsatz kommen. Die Ware kann im Zustellfahrzeug nach Empfänger sortiert gelagert werden. Die Boxen werden entweder bei der Zustellung entleert, oder gegen eine leere Box getauscht. Die leere Box braucht im Fahrzeug dann weniger Platz, weil sie gefalten werden kann.

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Das Prinzip der Obstkiste ist alt. Im Bereicht Obst und Gemüse kommen Kunststoffboxen in fast jedem Supermarkt zum Einsatz

Supply Chain

Will man das System der Boxen in der Lagerlogistik noch weiter ausreizen, dann kann man auch den Lieferanten in den Kreislauf mit einbeziehen. Liefert er seine Waren bereits verkaufsfertig in Boxen an, dann kann eine komplette Box mit wenigen Handgriffen direkt in die Filiale weitergeleitet werden. Ein Einlagern entfällt genauso, wie der Kommissionierprozess. Stattdessen wird die Box per Cross-Docking direkt bei der Anlieferung auf die Corletten für die Filialen verteilt. Dieses System hat sich bei frischen Waren bewährt. Aber auch andere, täglich benötigte Waren, kann man so mit wenig Aufwand effizient verteilen.

Schlanke Logistik

Je mehr die Logistik normiert werden kann, umso billiger wird sie. Stapelbare und genormte Gebinde, die zwischen dem Zentrallager und den Filialen, sowie im besten Fall auch zwischen Endkunden, oder Lieferanten ausgetauscht werden, sind die höchste Form der Normierung. Statt unterschiedliche Kartons mit entsprechenden Beschädigungen und Mehraufwand zu schlichten, wird direkt in die Kunststoffboxen gearbeitet. Das erleichtert die Lagerlogistik, spart Geld und Zeit.

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